Klasse 1 bis 4 nach dem Grundsatz „ein Lehrer, eine Sprache“: Unterricht auf Deutsch und Französisch, nach den Lehrplänen beider Länder.

Die Grundschule ist vom französischen Kultusministerium und damit von Frankreich staatlich anerkannt. Diese Homologation sichert den französischen Bildungsauftrag für Franzosen im Ausland.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Grundschule 2001 vertraglich als Ersatzschule anerkannt. Ein gemischter deutsch-französischer Lehrkörper unterrichtet nach beiden Lehrplänen. Die französischen Lehrkräfte unterstehen der „inspection pédagogique“ Frankreichs, die deutschen dem Schulamt.

Der Grundsatz „ein Lehrer, eine Sprache“ vermittelt den Kindern gute Kenntnisse in einer zweiten Sprache und öffnet ihnen die Schulsysteme beider Länder. Unterrichtet wird in beiden Sprachen, abwechselnd als ganze Klasse oder in Sprachgruppen. Unterricht in halber Klassenstärke hat für uns hohe pädagogische Priorität. Englisch beginnt ab dem zweiten Halbjahr der 1. Klasse mit zwei Einheiten à 45 Minuten.
Damit Ihr Kind gut mitkommt, muss es zu Beginn mindestens eine der beiden Sprachen sicher beherrschen. Familien, in denen zu Hause nicht Französisch gesprochen wird, empfehlen wir, ihr Kind spätestens in der Grande Section starten zu lassen. So bleibt ein Jahr Vorbereitung auf die 1. Klasse.
Die Grundschulzeit umfasst vier Jahre, von der 1. Klasse (CP) bis zur 4. Klasse (CM1). Am Ende der 4. Klasse erhalten die Kinder nach den Vorgaben des Landes NRW eine Empfehlung für die weiterführende Schule. Unsere Schule hat eine Partnerschaft mit dem Friedrich-Ebert-Gymnasium.

Der Unterricht berücksichtigt die Lehrpläne Frankreichs und des Landes Nordrhein-Westfalen, für alle Klassenstufen integriert. Die zweisprachige Bildung öffnet den Blick für beide Länder, ihre Kultur und Landschaft und gibt den Kindern das Gefühl, Europäer zu sein. Unser Ziel: Erfolg in beiden Sprachen, damit die Kinder ihren Weg in jedem der beiden Schulsysteme fortsetzen können.
Kinder französischer Familien ohne Deutschkenntnisse erhalten eine besondere Anfangsunterstützung: Ab September werden sie 12 Wochen lang an fünf Tagen pro Woche von 7:40 bis 8:10 Uhr gesondert in Deutsch unterrichtet. Voraussetzung sind mindestens 3 Teilnehmende. Zusätzliche Unterstützung durch die Eltern ist dabei wichtig.

Die Förderung ist fester Bestandteil der Wochenstundenpläne und findet auf Deutsch und Französisch statt.
In der Klasse: In den Stunden mit doppelter Lehrerbesetzung („Binom“-Stunden) unterstützt die französische Lehrkraft parallel zum deutschsprachigen Unterricht die nicht deutschsprachigen Kinder oder deutschsprachige Neuankömmlinge.
Außerhalb der Klasse: In kleinen Gruppen oder einzeln, mit Schwerpunkt auf mündlicher und schriftlicher Sprachkompetenz sowie Mathematik, je nach Bedarf punktuell oder über längere Zeit. Die Eltern werden über ihren Beitrag zur Förderung informiert.
